Schulsozialarbeit

Info Schuso Tirol

Nachdem mit dem vergangenen Schuljahr unser bisheriges Schulsozialprojekt geendet hat, wurde zur Sicherstellung des Betreuungsangebotes für unsere SchülerInnen vorübergehend zwei Fachkräfte Fieberbrunn eingesetzt.

Im Herbst 2025 sprach sich der Gemeinderat Fieberbrunns einstimmig dafür aus, eine Bewerbung beim Schulsozialarbeitsprogramm des Landes Tirol einzureichen. Die „SchuSo Tirol“ (Schulsozialarbeit Tirol) ist seit mehr als 15 Jahren in Tiroler Schulen aktiv.

Es freut mich daher sehr Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir seit dem zweiten Semester eine eigene Schulsozialarbeiterin regelmäßig an der Schule haben. Frau Yvonne Proß ist von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr an der Schule.

Es ist mir ein Anliegen Frau Hasenauer und Herrn Pühringer für ihr professionelles und engagiertes „Einspringen“ und die gute Zusammenarbeit zu danken.

Frau Pross stellt im angehängten Brief die Aufgaben und Angebote der SchuSo Tirol vor und sie steht uns – SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen ab sofort mit ihrer Unterstützung zur Verfügung.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche viel Freude und alles Gute,

Reinhard Strobl

Weitere Informationen zum Angebot der SCHUSO Tirol finden Sie hier.

Was bedeutet "Soziales Lernen" ander MS Fieberbrunn?

Impuls
Impuls

In den ersten und zweiten Klassen der MS Fieberbrunn gibt es das Fach SOL (Soziales Lernen). In diesem Fach geht es darum, Schülerinnen und Schüler bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. SOL ist in erster Linie ein präventives Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern.

Es geht um Inhalte wie:

Klassensprecherwahl (Verantwortung, Demokratie), Gefühle, Selbst- und Fremdwahrnehmung,  Stärken/Schwächen, Selbstpräsentation, Selbsteinschätzung, Empathie, Kommunikation, Kooperation, Teamwork, soziale Kompetenzen, Toleranz, Vorurteile, Konflikte, Außenseiter/Mobbing……

 

SOL ist:

  • ein prozesshaftes Arbeiten → wie gehen die SchülerInnen in bestimmten Situationen miteinander um; welche Prioritäten setzen sie; wie können sie sich in den andere hineinfühlen...
  • fördert die Kreativität → unter bestimmten Vorgaben arbeiten, aber auch eigene Ideen einbringen
  • Partizipation → mitgestalten und mitbestimmen dürfen
  • Reflexion → sich Gedanken machen über die Situationen und über sich selbst
  • ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander → Unterschiede dürfen sein

 

Nicht das Ergebnis ist das Ziel sozialpädagogischen Arbeitens sondern der Weg zum Ergebnis ist das eigentliche Ziel!

Beispiele aus der Schulsozialpädagogik

Schlauchritual
Schlauchritual

Altes Schlauchritual:

Ein Fahrradschlauch wird in Hüfthöhe gehalten. Nur zwei Personen dürfen diesen Schlauch mit den Händen berühren. Nacheinander versuchen alle mit in den Schlauch zu kommen.

Ziel:Jeder wird in die Mitte genommen, jeder wird Teil einer Einheit

Diese Übung fördert die Kooperation, den Körperkontakt, die Kommunikation und die Rücksichtnahme

Impuls:

Die Gruppe setzt sich in zwei Reihen (2 Teams) gegenüber. Jedes Team hält sich an den Händen und schließt die Augen. Nur die zwei Ersten in der Reihe dürfen sehen. In der Mitte zwischen den beiden Letzten steht eine Glocke. Die SSPⁿ wirft einen Würfel. Bei ungeraden Zahlen geschieht nichts, bei geraden Zahlen senden die beiden Sehenden einen Händedruck, der durch die Reihe bis ans Ende gegeben werden muss. Sobald die beiden SpielerInnen am Ende der Reihe den Impuls durch den Händedruck spüren, müssen sie so schnell als möglich die Glocke ergreifen. Der/die Schnellere hat gewonnen und wechselt an den Anfang seiner Reihe.  Das Team das zuerst durchgewechselt hat, gewinnt.

Ziel: schon kleinste Druckimpulse wahrnehmen, zu spüren und zu reagieren

Diese Übung fördert die Wahrnehmung, die Konzentration, die Aufmerksamkeit, die Reaktion, den Körperkontakt und das „Immer-wieder-zur-Ruhe-kommen“

Gemeinsam wird an Regeln, die wichtig sind für ein gut funktionierendes Klassenklima, gearbeitet. Es werden von den SchülerInnen Vorschläge gemacht, an der Tafel notiert und ein gemeinsamer Konsens (Abstimmung durch Mehrheitsbeschluss) gefunden. Ebenso werden die Wünsche des Klassenvorstandes und No-go´s notiert. Zum Schluss werden auch die Konsequenzen vereinbart, ebenso unter Mehrheitsbeschluss.

Ziel: Regeln und deren Wichtigkeit anerkennen

Diese Übung fördert die Eigenverantwortung, die Kommunikation, die Argumentationsfähigkeit und das Demokratieverständnis

 

Klassenregeln1
Klassenregeln2

Thema Konflikte

Konflikte
Konflikte

Fragen:

  • Was ist ein Konflikt?
  • Wie entsteht ein Konflikt?
  • Wie können Konflikte geregelt werden?

Sie werden gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen auf unterschiedliche Art und Weise erarbeitet.

Ziel: konstruktive Konfliktlösungen erarbeiten

Diese Übung fördert die Selbstreflexion, die Toleranz, die Kommunikationsfähigkeit und Strategien für Konfliktlösungen